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Am 10.01.2016 um 09:37 schrieb Michael Schnarch:

Sehr geehrte Frau Rohlfs,

 

Mit Entsetzen nimmt die Wiener jüdische Gemeinde und wir als Vorstand der Hauptsynagoge Österreichs, des Stadttempel Ihren Boykottaufruf zur Kenntnis.

 

Herr Buddee weiß sehr wohl, dass die sogenannte „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ kaum etwas mit Judentum und noch weniger mit Gerechtigkeit zu tun hat. Es handelt sich um linksradikale Vereinigung, die eine kleine Handvoll Juden gegründet haben, um ihre extremistischen und antiisraelischen Phrasen der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. Keiner der jüdischen Mitglieder hat in irgendeiner jüdischen Gemeinde ein offizielles Amt inne oder wurde in irgendeiner Weise demokratisch legitimiert.

 

Das ist auch kein Wunder, denn die ganz überwiegende Mehrheit der Juden und ihrer demokratisch gewählten Vertreter steht fest und loyal hinter Israel – auch wenn interne Kritik möglich und erwünscht ist.

 

Aber ein Boykott des jüdischen Staates und jüdischer Einrichtungen wird von fast allen Juden in Deutschland, Österreich und der Schweiz als feindselig wahrgenommen.  

 

Das erinnert doch an manche Szenen längst vergangener Tage.

 

 

 

Wir können und werden die Vergangenheit nicht verdrängen.

 

Sie kommen aus dem schwäbischen Tübingen. Eine Stadt, die den Nazi-Machthabern gegenüber besonders willfährig war.

 

 

www.tuepedia.de/wiki/Nazi-Zeit

 

Wenn Sie sich am Boykott des Jüdischen Nationalfonds beteiligen, so ist das für uns Juden eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus.

Und das ist für uns unerträglich.

 

Rechtsanwalt MMag. Michael Schnarch

Vorstandsmitglied des Stadttempels Wien

 

 

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