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Israel will Annexionspläne vorerst nicht vorantreiben
Für Israels Außenminister Gabi Aschkenasi hat die Annexion von Gebieten im Westjordanland derzeit keine Priorität. Der Fokus liege momentan auf der Corona-Krise.
21. Juli 2020

Die israelische Regierung treibt ihre umstrittenen Annexionspläne im besetzten Westjordanland nach Angaben von Außenminister Gabi Aschkenasi derzeit nicht voran. Der Politiker sagte in einem Interview, der Fokus liege momentan auf der Corona-Krise.

Angesprochen auf die Pläne, die seit dem 1. Juli umgesetzt werden könnten, sagte Aschkenasi dem Nachrichtenportal ynet: "Wir haben schon früher gesagt, dass das Datum nicht heilig ist; was heilig ist, das ist Israel und seine Sicherheit." Die Annexionspläne stünden nicht auf der Agenda. Im Moment gehe es darum, sich um die Wirtschaft zu kümmern, sagte der Minister.

Grundlage ist ein US-Plan - Der Koalitionsvertrag der israelischen Regierungsparteien sah für den 1. Juli die Möglichkeit erster Annexionsschritte vor. Bislang ist dies aber nicht geschehen. Das Land kämpft derzeit mit stark steigenden Infektionszahlen sowie den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise. Der Kurs der Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht stark in der Kritik.

Der israelischen Regierung dient als Grundlage für eine Annexion ein Plan von US-Präsident Donald Trump. Dieser sieht vor,  >>>


Israelische Streitkräfte zerstören Coronavirus-Testzentrum in Hebron
Veröffentlicht am 21. Juli 2020 von BDS-Gruppe Bonn

Israelische Soldaten haben am Dienstagmorgen ein im Bau befindliches Covid-19-Testzentrum in Hebron, im südlichen Teil des besetzten Westjordanlandes, abgerissen.

Ra’ed Maswadi, der Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Testanlage gebaut wurde, sagte, dass es vom palästinensischen Gesundheitsministerium für Covid-19-Tests vorgesehen sei. Er fügte hinzu, dass die Anlage am nördlichen Eingang der Stadt Hebron einen schnellen Testdienst bieten sollte, um den überwältigenden Druck auf die palästinensischen Krankenhäuser zu verringern, insbesondere inmitten der gefährlich steigenden Zahl von Palästinensern, die positiv auf das Virus testen.

Erwähnenswert ist, dass die Soldaten vor dem Abriss der Einrichtung auch medizinische Ausrüstung aus dem Gebiet beschlagnahmten.   Quelle

Neues Buch von Arn Strohmeyer
Wie ein nahöstlicher Kleinstaat global agiert
Hermann Dierkes

Arn  Strohmeyer hat seine umfangreichen Publikationen zum Thema Israel – Palästina um ein sehr wichtiges Thema ergänzt.

Sein neues Buch untersucht vor allem die Stellung Israels in der Welt und sein aussenpolitisches Agieren. Dabei stuetzt er sich auf die zahlreichen Publikationen kritischer israelischer und juedischer Wissenschaftler, Autoren und Aktivisten, die in Deutschland viel zu wenig publiziert werden.

Wie kann es sein, so Strohmeyer, dass ein nahöstlicher Kleinstaat – das Kernland ohne die de jure und de facto annektierten Gebiete ist flächenmässig nicht grösser als Hessen – unter den fuehrenden Staaten der Welt eine so bedeutende Rolle spielt? Welche wirtschaftlichen, militärischen und geostrategischen Interessen der USA, der EU sowie zahlreicher Staaten mit rechten Regierungen kommen Israel entgegen und beguenstigen seine starke Stellung als ”kleine Weltmacht”?

Wie vereinbart sich die unterdrueckerische und räuberische Kolonialpolitik Israels gegenueber den Palästinensern, wie die Apartheid-ähnliche Diskriminierung der paläsinensichen Israelis mit dem Völkerrecht, den liberal-demokratischen Verfassungsgrundsätzen und Vertrags-Präambeln der meisten israelischen Partnerstaaten? Warum ist die politisch-ideologische Offensive Israels und seiner rechten Regierungen, die Verbreitung (und Akzeptanz) seiner Mythen und Rechtfertigungen weltweit bisher so erfolgreich? Wie kam es dazu, dass eine zunächst minderheitliche Strömung in der Judenheit – der Zionismus - inzwischen mit den Mitteln des israelischen Staates einen Monopolanspruch verfolgt, der berechtigte Kritik als ”antisemitisch” brandmarkt?

Warum kann man inzwischen von einer ”Israelisierung der Welt” sprechen, d.h. dem massiven Export von repressiven und antidemokratischen Regierungsmethoden – den selbst mutige israelische Autoren kritisieren?

Strohmeyers Buch bringt eine Fuelle von historischen und zeitgenössischen Fakten und Erklärungen, getragen von einer zutiefst humanistischen Sichtweise. Gerade angesichts der aktuellen Bestrebungen Israels - von US-Trump unterstuetzt und durch die deutsche Bundesregierung mehr oder weniger offen geduldet – weitere grosse Teile palästinensischen Landes auch formell zu annektieren, ist es fuer die politische Meinungsbildung sehr wertvoll und empfehlenswert.

 

Arn Strohmeyer
Weltmacht Israel.

Wie der nahöstliche Kleinstaat global agiert.
Gabriele Schäfer Verlag, Herne,
 ISBN 978-3-944487-76-2    - 17,90 Euro


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Buchtitel von Erhard Arendt - Bücher von Arn Strohmeyer  >>>

Politische Geschichte:Was ist Antisemitismus?
Die jüngere Geschichte dieses Begriffs ist bewegt - und durchaus widersprüchlich. Wann etwa wird Israelkritik zu Israelfeindschaft? Die Rolle der Bundesregierung in der Formulierung einer Definition wirft dabei einige Fragen auf.
Joseph Croitoru - 20. 12. 2020

Wie Antisemitismus definiert werden soll, ist auch nach Meinung der Experten letztlich Ansichtssache. Hierzulande werden seit einigen Jahren immer wieder Antisemitismus-Vorwürfe erhoben - zuletzt gegen den Kameruner Philosophen Achille Mbembe -, die sich auf die sogenannte Arbeitsdefinition Antisemitismus stützen

Doch wie ist diese zustande gekommen und wie fand sie den Weg nach Deutschland? Die erste Version der Arbeitsdefinition wurde in den Jahren 2004 und 2005 für die "Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" (EUMC) erarbeitet und macht auch den israelbezogenen Antisemitismus zum Thema. Federführend bei der Formulierung war der amerikanisch-jüdische Rechtsanwalt und damalige Antisemitismus-Experte des "American Jewish Committee" Kenneth Stern, dem überwiegend jüdische Fachleute zur Seite standen, darunter auch vom Berliner Ableger des American Jewish Committee. Zwar hatte die EUMC ihre Arbeitsdefinition auf Englisch im Internet veröffentlicht, sie kam aber nur sporadisch zur Anwendung. Die EUMC wurde 2007 aufgelöst und ihre Nachfolgerin, die "Agentur der Europäischen Union für Grundrechte", löschte 2013 die Definition von ihrer Website. Damit war sie in Europa erst mal vom Tisch.

In den USA hingegen versuchten pro-israelische jüdische Kräfte an amerikanischen Universitäten mit Hilfe der Arbeitsdefinition israelkritische und pro-palästinensische Äußerungen als antisemitisch zu brandmarken und auch mit juristischen Mitteln zu verbieten. Seitdem ist der Konflikt eskaliert. Kenneth Stern, der das AJC 2014 verließ und heute das "Bard Zentrum für Hass-Studien" im Bundesstaat New York leitet, gehörte von Beginn an zu den schärfsten Kritikern dieser Instrumentalisierungsversuche der Arbeitsdefinition. Auch in seinem Buch "The Conflict over the Conflict: The Israel/Palestine Campus Debate" (New Jewish Press, Toronto) erinnert er daran, dass die EUMC-Arbeitsdefinition nicht dafür gedacht war, Personen öffentlich als "antisemitisch" abzustempeln. Vielmehr sollte sie Behörden, die bis dahin nicht über eine einheitliche Antisemitismus-Definition verfügten, ein Hilfsmittel für die Erfassung antisemitischer Straftaten an die Hand geben.

In Europa bemühte sich nach 2005 von Berlin aus besonders auch der dortige Ableger des American Jewish Committee um die Verbreitung der Arbeitsdefinition. Das von ihm 2008 gegründete "European Forum on Antisemitism" ließ die EUMC-Definition in 32 Sprachen übersetzen, auch ins Deutsche, und stellte sie ins Internet. Einleitend hieß es dazu, das Dokument solle "als praktischer Leitfaden für die Erkennung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle sowie für die Erarbeitung und Umsetzung gesetzgeberischer Maßnahmen gegen den Antisemitismus dienen". Dann wurde der Begriff in zwei Sätzen erläutert: "Der Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen."
"Allerdings kann Kritik an Israel, die mit der an anderen Ländern vergleichbar ist, nicht als antisemitisch betrachtet werden", lautet eine Definition

An diese Aussage - nennen wir sie "Kerndefinition" - schloss sich ein Abschnitt mit Beispielen zu möglichen Erscheinungsformen des Judenhasses an. Eingeleitet wurde er mit dem Hinweis: "Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein." Im englischen Original hieß dieser Satz: "In addition, such manifestations could also target the state of Israel, conceived as a Jewish collectivity". In der AJC-Übersetzung verwandelten sich die neutral aufgefassten "manifestations" in "Angriffe".

Die "International Holocaust Remembrance Alliance" (IHRA), der neben 33 Ländern auch Deutschland angehört, hatte die EUMC-Fassung 2016 mit einigen Änderungen übernommen, legte aber 2018 ihre eigene Arbeitsdefinition auch auf Deutsch vor - und distanzierte sich darin von
von der AJC-Übersetzung  (...)

Die Bundesregierung hat eine Definition zusammenmontiert - mit weitreichenden Folgen - Die von der Bundesregierung als "IHRA-Definition" deklarierte Textmontage hat seit 2017 im hiesigen politischen und öffentlichen Diskurs über Antisemitismus ein bemerkenswertes Eigenleben entfaltet. Sie begegnet, um nur die markantesten Beispiele zu nennen, in gleicher oder nahezu identischer Form - stets mit Quellenverweis auf die IHRA - 2018 etwa in den Beschlüssen des Bundestags "Antisemitismus entschlossen bekämpfen" und zur Boykott-Bewegung BDS im Mai 2019. Auch in der "Münchner Erklärung gegen jede Form von Antisemitismus" der CSU vom Oktober 2019 taucht das montierte Zitat auf. Und Anfang Februar dieses Jahres führte es Josef Schuster, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, in seinem Vortrag auf dem Neujahrsempfang des Wirtschaftsclubs Rhein-Main an.

Das Auswärtige Amt nahm auf Anfrage der SZ zur Unstimmigkeit in der von der Bundesregierung beschlossenen "IHRA-Definition" in "erweiterter Form" keine Stellung. Und auf die Frage, ob die Bundesregierung die vollständige IHRA-Definition (Kerndefinition inklusive Beispielen) übernommen habe, lautete die Antwort: Die Beispiele, die bereits vielfach Verwendung fänden, seien "integraler Bestandteil bei der Implementierung, auch wenn sie - außer dem einleitenden ersten Satz, der sich auf Israel bezieht - formell nicht Teil des Kabinettsbeschlusses vom 20. September 2017 sind".

Damit wird indirekt bestätigt, dass das Kabinett nicht nur die politische Indossierung eines unrichtigerweise als "IHRA-Definition" - wenn auch als "erweiterte" - präsentierten Textes beschlossen hat. Auch scheinen die "Beispiele" implementiert worden zu sein, ohne dass dies durch den Kabinettsbeschluss gedeckt war. Zu den "Beispielen" zählt bekanntlich auch der umstrittene, sich auf Kritik an Israel beziehende "3-D-Test" (Dämonisierung, Delegitimierung, Doppelstandards), der gerne auch >>>

 

Definition - anti-palästinensischer Rassismus
Großbritanien Definition (IHRA) - Lobbyarbeit
Finkelstein - Hirngespinst  britischer Antisemitismus
Politische Weltbild Schwarz-Friesel
"Antisemitismusbeaufragter" - Aktion seit 2008
Antisemitismus in Frankreich
Antisemitismus in Frankreich? - Uri Avnery
Antisemitismusvorwurf -  Antsemitismuskeule
2019 - Gutachten zur «Arbeitsdefinition Antisemitismus»
2019  Bundestag gegen BDS
2017 - Bundesregierung  Antisemitismus-Definition
2016 - IHRA -   Arbeitsdefinition Antisemitismus
IHRA - Bestreiten jüdischen Selbstbestimmungsrechts
IHRA - Europäische Gewerkschaften
2005 - EUMC Definition  Antisemitismus
2005 Dortmunder Erklärung
2007 - Koordinierungsrat - Antisemitismus
"Expertenkreis" Antisemitismus

Zur Antisemitismus-Debatte Die Kriminalisierung der Israelkritik
Verwirrende Definitionen im aktuellen Verfassungsschutzbericht, Streit um Straßennamen: Von welchem Antisemitismus reden wir eigentlich?
Ein Debattenbeitrag. Shimon Stein Moshe Zimmermann  - 16. 7. 2020

(...) In Israel wird die Gleichsetzung von Antisemitismus und Israelkritik als Erfolg verbucht - Die Verlagerung der Definition resultierte wohl aus Deutschlands Empfindlichkeit gegenüber Antisemitismus-Vorwürfen, gleichzeitig lag sie im Interesse Israels. Der Bundestagsbeschluss vom Mai 2019, der die eher marginale Boykottbewegung BDS zum Hauptvertreter des Antisemitismus aufwertete, ist dafür ein eklatantes Beispiel: Auch Kritik an der israelischen Politik könnte nun zum Delikt werden, wenn sie ohne weiteres als antisemitisch angesehen wird. Spuren dieser Aufwertung des „Antizionismus“ auf der Antisemitismusskala sind auch in der Definition des rechtsextremen Antisemitismus im Verfassungsschutzbericht zu finden.

Ronen Manelis, Staatssekretär im israelischen Ministerium für strategische Angelegenheiten, verbucht im Interview mit der Zeitung „Haaretz“ die Gleichsetzung von Antisemitismus und Israelkritik explizit als Erfolg seiner Behörde. „Die Welt adaptiert momentan eine Formel, die den Antisemitismus neu definiert. Wer herausfinden möchte, wie erfolgreich wir sind, prüfe nur nach, wie fest diese Formel inzwischen in der internationalen Politik verankert ist.“  >>>

Quelle Facebook - um die Bilder zu vergrößern auf das Bild oben klicken

Dershowitz nennt Beinart einen Nazi
Jonathan Ofir -  20. Juli 2020 - Übersetzt mit Google


Peter Beinarts in „Jewish Currents“ und in der New York Times veröffentlichte Artikel, in denen er verkündete, den Gedanken an die Zwei-Staaten-Lösung für Palästina-Israel aufgegeben zu haben, hat große Wellen geschlagen und kennzeichnet eine ernsthafte Krise für den „Liberalen Zionismus“.

Während einige, wie zum Beispiel Haaretz US-Korrespondent Chemi Shalev, darauf beharrten, Beinart zu respektieren und "Trauer und Bedauern" auszudrücken, waren andere bedeutend weniger respektvoll. Letzte Woche veröffentlichte der israelische Apologet, Alan Dershowitz, in Newsweek einen Artikel mit dem Titel „ Beinarts Endlösung: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes beenden “. Die Anspielung auf den Völkermord durch die Nazis ist kein Zufall, und seine Wiederholung im letzten Absatz des Stücks bestätigt dies:

„Die Bürger Israels - sowohl Juden als auch Muslime - werden dienigen sein, die über eine geeignete Lösung des arabisch-israelischen Konflikts entscheiden. Sie unterstützen überwiegend eine Zwei-Staaten-Lösung und lehnen Beinarts Endlösung mit überwältigender Mehrheit ab. “

Beinart selbst bemerkte Deshowitz Artikel auf Twitter und nahm dazu Stellung:

„Ich schreibe einen Artikel, in dem ich argumentiere, dass der jüdische Diskurs durch die Darstellung der Palästinenser als Nazis deren Menschlichkeit auslöscht und Gleichberechtigung mit Völkermord verknüpft. Als Antwort nennt @AlanDersh mein Argument "die Endlösung". Das geht über eine Kritik hinaus."

In der Tat nannte Dershowitz Beinart einen Nazi.

Lara Friedman, Präsidentin der Stiftung für den Frieden im Nahen Osten, bemerkte sofort: „Anscheinend wollte Clifford May von FDD in die Sache: 'Peter Beinarts Ein-Staaten-Lösung für Israelis und Palästinenser - eingreifen. Wenn man sie ernst nähme, könnte das zu einer Endlösung führen'‘‘.

In der Tat behauptete Clifford May von der neokonservativen Stiftung zur Verteidigung der Demokratien, die 2001 gegründet wurde, um „ Israels Image in Nordamerika zu verbessern “ , in der Washington Times ebenfalls, Beinart sei ein Nazi. Er argumentiert genauso wie Dershowitz - den jüdischen Staat aufzugeben, führe zu einem Völkermord an Juden.

Bevor wir uns mit Dershowitz massenhaften, ungeheuerlichen Falschdarstellungen befassen, sei angemerkt, dass sein Titel, der sich eindeutig auf den Völkermord durch die Nazis bezieht, letztendlich ein redaktionelles Vorrecht ist. Newsweek hat Alan Dershowitz erlaubt, Peter Beinart als Nazi zu bezeichnen.


Mit all dem Gerede über „die Kultur absagen“, das ist etwas, das nicht gestrichen wurde. Der Standard-Haftungsauschluss am Ende des Artikels, der besagt: „Die in diesem Artikel zum Ausdruck gebrachten Ansichten sind die des Autors selbst“, kann die Tatsache nicht einfach wegwischen, dass Newsweek sich entschied, diesen Titel zu erlauben und zu veröffentlichen, zweifelsohne ist das eine Hasstirade. Stellen wir uns bloß einmal vor, dass jemand über einen israelischen Beamten schreiben würde, der sich damit brüstete, Gaza ins „Steinzeitalter“ zurückzuversetzen, und dem Artikel den Titel „Endlösung“ geben würde.  Quellte und mehr >>>

Shlomo Sand: "Ich möchte zurücktreten und aufhören, mich als Juden zu betrachten."
Seine Vergangenheit war jüdisch, aber heute sieht er Israel als eine der rassistischsten Gesellschaften der westlichen Welt. Der Historiker Shlomo Sand erklärt, warum er nicht mehr jüdisch sein will
Shlomo Sands 10 Okt 2014 - Übersetzt mit Google

.In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verließ mein Vater die talmudische Schule, ging für immer nicht mehr zur Synagoge und drückte regelmäßig seine Abneigung gegen Rabbiner aus. An diesem Punkt meines eigenen Lebens, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, fühle ich mich wiederum moralisch verpflichtet, endgültig mit dem Stammesjudeozentrismus zu brechen. Ich bin mir heute völlig bewusst, dass ich nie ein wirklich säkularer Jude gewesen bin und verstanden habe, dass solch ein imaginäres Merkmal keine spezifische Grundlage oder kulturelle Perspektive hat und dass seine Existenz auf einer hohlen und ethnozentrischen Sicht der Welt beruht. Früher habe ich fälschlicherweise geglaubt, dass die jiddische Kultur der Familie, in der ich aufgewachsen bin, die Verkörperung der jüdischen Kultur ist. Wenig später, inspiriert von Bernard Lazare, Mordechai Anielewicz, Marcel Rayman und Marek Edelman - die alle gegen Antisemitismus kämpften,Nazismus und Stalinismus ohne eine ethnozentrische Sichtweise - ich identifizierte mich als Teil einer unterdrückten und abgelehnten Minderheit. In der Gesellschaft des sozialistischen Führers Léon Blum, des Dichters Julian Tuwim und vieler anderer blieb ich hartnäckig ein Jude, der diese Identität wegen Verfolgungen und Mördern, Verbrechen und ihrer Opfer akzeptiert hatte.

Nachdem ich mir schmerzlich bewusst geworden bin, dass ich mich an Israel gehalten habe, gesetzlich in ein fiktives Ethnos von Verfolgern und ihren Anhängern aufgenommen worden bin und in der Welt als einer der exklusiven Clubs der Auserwählten und ihrer Akolythen aufgetreten bin, wünsche ich mir zurücktreten und aufhören, mich als Juden zu betrachten.

Obwohl der Staat Israel nicht bereit ist, meine offizielle Nationalität von "Jude" zu "Israeli" zu verwandeln, wage ich zu hoffen, dass freundliche Philosemiten, engagierte Zionisten und erhabene Antizionisten, die alle so oft von essentiellen Vorstellungen genährt werden, Respekt haben mein Wunsch und aufhören, mich als Juden zu katalogisieren. Tatsächlich ist es für mich wenig wichtig, was sie denken, und noch weniger, was die verbleibenden antisemitischen Idioten denken. Angesichts der historischen Tragödien des 20. Jahrhunderts bin ich fest entschlossen, keine kleine Minderheit mehr in einem exklusiven Club zu sein, dem andere weder die Möglichkeit noch die Qualifikation haben, beizutreten.

Indem ich mich weigere, Jude zu sein, vertrete ich eine Spezies im Zuge des Verschwindens. Ich weiß das, indem ich darauf bestehe, dass nur meine historische Vergangenheit jüdisch war, während meine alltägliche Gegenwart (zum Guten oder Schlechten) israelisch ist, und schließlich, dass meine Zukunft und die meiner Kinder (zumindest die Zukunft, die ich mir wünsche) von der Universalität geleitet werden muss Mit offenen und großzügigen Prinzipien widerspreche ich der vorherrschenden Mode, die sich am Ethnozentrismus orientiert.

Als Historiker der Moderne habe ich die Hypothese aufgestellt, dass die kulturelle Distanz zwischen meinem Urenkel und mir genauso groß oder größer sein wird als die, die mich von meinem eigenen Urgroßvater trennt. Umso besser! Ich habe das Unglück, jetzt unter zu vielen Menschen zu leben, die glauben, dass ihre Nachkommen ihnen in jeder Hinsicht ähneln werden, weil für sie die Völker ewig sind - erst recht ein Rassenvolk wie die Juden.

Mir ist bewusst, dass ich in einer der rassistischsten Gesellschaften der westlichen Welt lebe. Rassismus ist bis zu einem gewissen Grad überall präsent, aber in Israel existiert er tief im Geist der Gesetze. Es wird in    Quelle und mehr >>>

Ein Foto mit  Ahmad Dawabsheh

Am 19 Juli, ist der kleine Ahmad 10 Jahre alt geworden.

Jeder kennt seine Geschichte: israelische Terroristen Siedler verbrannten seine Familie und er rettete sich durch Wunder. Verbrannte Tote: ihre Mutter, ihr Vater und ihr kleiner Bruder Ali.
Ahmad wurde langärztlicher Behandlung unterzogen und bringt immer noch schwere Anzeichen für die Verbrennung.
Ahmad ist das lebende Emblem der ungestraft Gewalt und der israelischen Ungerechtigkeit.    Quelle

 

 

 

Dokumentation -  31. 7. 2015 - Der Tod von Ali Saad Dawabsha (ein 18 Monate junges Kleinkind) und seiner Familie  >>>
 

Israelische Streitkräfte beschlagnahmen alten Taufstein bei Bethlehem (VIDEO)
20. Juli 2020 - Übersetzt mit DeepL
 

Das alte Tuqu-Taufbecken, das 1940 fotografiert wurde. (Foto: Datei)



Israelische Streitkräfte beschlagnahmten am Montag ein seltenes Taufbecken aus byzantinischer Zeit aus der Stadt Tuqu' in der Nähe von Bethlehem, wie die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtet.

Der WAFA-Fotojournalist Oday Daibes veröffentlichte ein Video, das israelische Soldaten zeigt, die einen Gabelstapler eskortieren, der das steinerne Taufbecken, das aus dem fünften oder sechsten Jahrhundert n. Chr. stammt, aus der Stadt transportiert.

Aus einem Dokumentarfilm des Christlichen Medienzentrums Jerusalem geht hervor, dass das rosarote Taufbecken, das etwa acht Tonnen wiegt, Teil einer örtlichen Kirche aus byzantinischer Zeit war.

Das Taufbecken wurde lange Zeit an der Stelle der alten Kirche in Khirbet Tuqu', der alten Stadt Tuqu', aufgestellt, bevor es im Jahr 2000 von nicht autorisierten Händlern mit einem riesigen Gabelstapler gestohlen wurde.

Im Jahr 2002 gelang es der Stadtverwaltung von Tuqu', das Taufbecken wiederzubeschaffen und es in der Nähe des Hauses des Bürgermeisters aufzustellen, bis ein örtliches Museum gebaut werden konnte.

 

 



Das gestohlene 1500 Jahre alte Behältnis ist eines von drei seltenen Taufbecken, die in rosafarbenen Felsen gehauen wurden. Zu den beiden anderen gehören der vor kurzem in der Geburtskirche entdeckte Taufstein und ein weiterer, der zur Kirche Beit Jubrin gehört.

Israel hat häufig antike Artefakte aus den besetzten Gebieten durch nicht autorisierte Händler und Plünderer gestohlen und erworben.   Quelle

 

 

 

Dr. Ashrawi: Israelischer Diebstahl eines historischen Taufbeckens ist ein Akt kolonialer Plünderung
20. Juli 2020 - Übersetzt mit DeepL
 

"Israels Diebstahl eines aus der byzantinischen Ära stammenden Taufbeckens aus Bethlehem über Nacht ist ein abscheulicher Akt des Raubs und der kulturellen Aneignung.

Ein Markenzeichen des israelischen Systems der kolonialen Besetzung und Unterdrückung sind seine verächtlichen Versuche, die palästinensische Präsenz, Kultur und das palästinensische Erbe auszulöschen, einschließlich der illegalen Aneignung und des Diebstahls von Kulturstätten und Artefakten. Diese systematische Plünderungspolitik ist ein Kriegsverbrechen, das nicht ungestraft bleiben darf.

In den vergangenen Wochen hat Israel weitere illegale Schritte gegen palästinensische Kulturstätten unternommen, darunter die Abriegelung des Eingangs von Jabal Al-Fureidis (oder des so genannten Herodiums) im Bezirk Bethlehem, um den Zugang von Palästinensern zu der Stätte zu beschränken, die sich Israel illegal als "israelischer Nationalpark" angeeignet hat. Israel hat auch wiederholt andere historische und archäologische Stätten ins Visier genommen, darunter UNESCO-Welterbestätten in Palästina wie die Altstadt von Jerusalem, die Battir-Terrassen in Bethlehem und die Ibrahimi-Moschee in Hebron.

Israel muss für seinen ungeheuerlichen Krieg gegen das palästinensische Erbe und seinen Versuch, sich unsere Geschichte anzueignen und historische Artefakte zu plündern, die ein integraler Bestandteil der palästinensischen und der Weltgeschichte sind, zur Rechenschaft gezogen werden. Die UNESCO und ihre Generaldirektorin, Frau Audrey Azoulay, haben die moralische und offizielle Pflicht, ihre Stimme zu erheben und das palästinensische Erbe zu schützen. Ihr anhaltendes Schweigen in dieser Hinsicht ist eine inakzeptable Abkehr von der Verantwortung".  Quelle

 

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