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Israel 'erleichtert', da der ICC die Untersuchung von Kriegsverbrechen vertagt
18. Juli 2020 - Übersetzt mit DeepL

Die israelische Regierung atmete erleichtert auf, nachdem der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) entschieden hatte, die Untersuchung gegen Tel Aviv wegen möglicher Kriegsverbrechen in den besetzten palästinensischen Gebieten zu vertagen, ohne eine Untersuchung gegen Tel Aviv einzuleiten, wie israelische Medien berichten, berichtet die Agentur Anadolu.

Im Vorverfahren des IStGH sollte geprüft werden, ob der Chefankläger des Gerichts, Fatou Bensouda, befugt ist, eine Untersuchung von Kriegsverbrechen Israels einzuleiten und die territorialen Grenzen festzulegen, innerhalb derer die Untersuchung stattfinden soll.

Im Mai sagte Bensouda, es gebe eine Grundlage für die Einleitung einer Untersuchung von Kriegsverbrechen, die in Palästina, einschließlich des besetzten Westjordanlandes, Ostjerusalem und Gaza, begangen wurden.

Sollte eine Untersuchung eingeleitet werden, wären mehrere israelische Beamte, darunter der Premierminister und die Armeechefs, Gegenstand eines Strafverfahrens und möglicherweise eines Haftbefehls.

Nach den Regeln der ICC-Untersuchungsverfahren könnte der ICC geheime Haftbefehle ausstellen, wenn Israel nicht mit dem Gericht kooperierte.

Im Juni verhängte die Trump-Administration Sanktionen gegen den IStGH und seine Beamten, weil sie eine Untersuchung möglicher US-Kriegsverbrechen in Afghanistan eingeleitet und Ermittlungen gegen seine Verbündeten, darunter Israel, eingeleitet hatte.

Laut dem Portal Walla News gehen israelische Beamte davon aus, dass der IStGH die Arbeit an dem Fall Mitte August, nach seinen Sommerferien, wieder aufnehmen wird.  Quelle

VIDEO - Das Westjordanland: Feindliche Übernahme von Hebron
 Kim Iversen - 6. 7. 2020 - Übersetzt mit DeepL

Hebron ist eine Stadt im Westjordanland, die eine Brutstätte für den israelisch-palästinensischen Konflikt ist. Es ist eine antike Stadt, von der gesagt wird, dass sie die Begräbnisstätte für Adam und Even ist und die Gräber von Abraham und Sarah, Isaak und Jakob und ihren Frauen beherbergt. Es ist eine heilige Stadt für Christen, Juden und Muslime.

Wenn Sie Hebron verstehen können, können Sie den gesamten israelisch-palästinensischen Konflikt verstehen. Es ist wirklich ein Mikrokosmos dessen, was ist und was in den letzten 100 Jahren geschehen ist.
 

 Ein jüdisch-zionistisches Zelt ist kein Platz für Palästinenser

Palestine Update Nr. 386 - 12.7.20

(Das Nachfolgende ist eine Sonntagslesung von 5 Minuten Länge, die Palestine Update mitgehört hat)
(beigefügt ist ein Bild von Peter Beinart – links und Bella Hadid – rechts)


Heute früh bin ich aufgewacht durch zwei Artikel in den News, die ich über die Social Media empfangen habe. Der eine war ein Artikel, eine Proklamation von Peter Beinart, einem jüdisch-amerikanischen Kolumnisten, Journalisten und liberalen Politikkommentators. Er verursachte viel Lärm und wurde als „Grundsatzpapier“ bewertet. Der andere war ein gewöhnlicheres Ereignis, nur bemerkenswert, weil es dem international bekanntem Supermodell, Bella Hadid, passiert ist. Für mich verschmelzen die beiden Geschichten in eine einige, wie ich unten erklären werde.

Rima Najjar
- Ich werde meine Wiedergabe mit den grundsätzlichen Ansichten beginnen.

Durch die „Nachfrage nach Israels Existenz als jüdischer Staat“ hat Peter Beinart, der in der Sicht einiger Leute „der einzige liberale Zionist ist, den man ernst nehmen muss“, eine Menge Aufregung in den sozialen Medien verursacht, und Jubel unter einigen progressiven Anti-Zionisten, die sich lange mit Beinart und Leuten gleicher Meinung über dieses Thema auseinander gesetzt haben. Für einige jüdische Printmedien schreibend erklärt Beinart die würgende Angst so vieler anderer Juden, zu der diese sich typisch in der Öffentlichkeit bekennen. Zuerst stellt er die Frage: „Was macht jemanden zum Juden?“ und weist hin auf „das breite Zentrum des jüdischen Lebens – wo Macht und Respektabilität liegen“ und vor allem „die Unterstützung der Existenz eines jüdischen Staates“.

Dann weist Beinart diese Weltsicht zurück, eine Zurückweisung, die ihm vorkommt, „als spucke er in das Gesicht von Leuten, ‚die ich liebe und betrüge‘ Institutionen, die meinem Leben einen Sinn geben und Freude. Außerdem: Die jüdische Staatlichkeit war mir auch lange kostbar. Daher habe ich gewisse rote Linien respektiert.“

Als nächstes realisiert er, was ihn veranlasst, eine „rote Linie“ zu überqueren. Als ein Ergebnis der Annexionspläne fing er an zu realisieren, dass jüdische Staatlichkeit dauernde israelische Kontrolle der Westbank bedeutet, und so begann er zum ersten Mal in seinem Leben zu überlegen, „ob der Preis eines Staates, der Juden mehr schätzt als Palästinenser, nicht doch zu hoch sei“. Er verkündet: „Es ist Zeit für liberale Zionisten, von dem Ziel der Trennung von Juden und Palästinensern abzugehen und dem Ziel, Gleichheit für Juden und Palästinenser den Vorzug zu geben.“

Und dann sagt er: „Das heißt nicht, den Zionismus aufzugeben … Israel ist eine jüdische Heimat im Land Israel.“

Was? Das hat für mich den Bann gebrochen – ein Palästinenser, der hineinhört in ein Gespräch unter Juden. Ich habe mir nicht die Mühe genommen, den Rest zu lesen (Es ist ein ziemlich langer Artikel). Für mich fühlte es sich nicht an „als würde die verdammte Mauer zerbröseln“, wie jemand schlau konstatiert hat. Ich hatte das Gefühl, als würde Palästina immer noch falsch bezeichnet werden als „das Land Israel“!

Was die Palästinenser fordern ist Dekolonisation, gefolgt von Versöhnung, was zuerst und vor allem ein Eingeständnis durch Leute wie Beinart bedeutet, dass Palästina Palästina ist und immer Palästina bleiben wird – nicht „das Land Israel“ - der traditionelle jüdische Name  für ein Gebiet undefinierter geographischer Ausdehnung irgendwo in der südlichen Levante“.

 



(Bild: Instagram post mit der Aufschrift: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“)


Gehen wir weiter zur Geschichte von Bella Hadid.
Dort steht zu lesen: ‚Am Dienstag hat das Model in seiner Instagram-Geschichte ein Foto vom Pass ihres Vaters Mohamed Hadid  herumgehen lassen, auf dem der Platz seiner Geburt als Palästina angezeigt war, und sie fügte hinzu: „Ich bin stolz, Palästinenserin zu sein“. Das ‚Victoria Secret‘-Model, das der Herkunft nach Palästinenserin und Holländerin ist, fragte dann: „Dürfen wir auf Instagram nicht palästinensisch sein? Das regt mich auf.“


Am Ende des Tages entschuldigte sich Instagram bei Bella Hadid, weil sie das Bild vom Pass ihres Vaters genommen hatten. Ein Sprecher von Facebook, Instagrams Schwester-Organisation, sagte zur Antwort in Page Six: „Um die Privatheit unserer Gemeinschaft zu wahren, erlauben wir den Leuten nicht, persönliche Informationen auf Instagram weiterzugeben, wie Passnummern. Im Falle, dass die Passnummer ausgelöscht war, sollte dieser Inhalt nicht weggenommen werden. Wir haben den Inhalt wieder hergestellt und uns bei Bella für den Fehler entschuldigt.“

Dieser Vorfall ist ein Zeichen der Macht und Reichweite der Ideologie von politischem Zionismus, trotz der Entschuldigung von Instagram, woran niemand glaubt. (Nimm wahr: YouTube zensiert Videos, die von „If Americans Knew“ hergestellt werden
über das tägliche Leben für Palästinenser)

Diese Ideologie macht das Streichen von Palästina und den Palästinensern aus der Erinnerungsberichteten nötig. Und wie Chris Barghout in einem Kommentar zu dieser Sache schreibt, die ich hier einfüge, ist die US-Regierung auch mitschuldig an dieser Streichung.

Mein Vater wurde 1932 im Mandatsland Palästina geboren. Als er 1973 als Rückkehrer Bürger der USA wurde, kam sein Pass zurück mit dem Vermerk „geboren in Israel“. Er schickte ihn zurück - und zum zweiten Mal stand dort wieder „geboren in Israel“. Er kontaktierte einen Rechtsanwalt in New York City, und die Pass-Agentur sagte, es gäbe kein solches Ding wie einen ‚Palästinenser“. Wir verklagten die Regierung der USA und es ging bis zum Bundesgericht, wo bestätigt wurde, dass 1932 die US-Regierung Geschäfte mit Palästina gemacht hatte, und daher gab es ein solches Ding wie einen Palästinenser. Es kostete meinen Vater tausende Dollars bestätigen zu lassen, dass es ein solches Ding wie einen Palästinenser gab, und seither gibt es diesen Präzedenzfall, der anderen erlaubt, solches anzustreben. Seid euch aber klar, unsere Regierung war mitschuldig daran, die Existenz von Palästina und Palästinensern abzustreiten, bis sie gezwungen wurde, sich anders zu verhalten.

Zionismus ist die Idee, dass Juden – aus verschiedenen Gründen – mit anderen Völkern nicht bequem koexistieren können und deswegen ein „Heimatland“ (homeland) brauchen, irgendwo, wo immer, um sich zu „sammeln“.

Eine solche Idee ist inakzeptabel für jeden, dessen eigenes Land dieses begehrte „Homeland“ ist. Sie ist inakzeptabel, solange das Konzept einen überlegenen siedler-kolonialen Staat ein-schließt, und sie ist ähnlich inakzeptabel, selbst wenn sie „Gleichheit“ und einen „einzigen“ Staat beinhaltet, aber innerhalb des gleichen jüdischen siedler-kolonialen Paradigma verbleibt.

Über die „Konversion“ von Beinart schreibt Philip Weiss von Mondoweiss: „Beinart’s Bestätigung von Ali Abunimah zeigt, dass die palästinensische Narrative vom Zionismus jetzt im jüdischen Zelt angekommen ist, und sie wird nie herauskommen“.

„Die palästinensische Narrative vom Zionismus“ sieht wenig moralische Autorität oder Rechtmäßigkeit in irgendeinem von Israels Führern, angefangen bei den vorstaatlichen Machinationen des Landes auf der Weltbühne. Wenn Beinart einen Satz schreibt wie „Ein Kampf um Gleichheit könnte palästinensische Führer hervorbringen, die die moralische Autorität besitzen – die Abbas und der Hamas abgeht (laut Ayman Odeh, einem Mitglied der Knesset) – überlege ich, ob ein solcher Kampf israelische Führer „hervorbringen“ könnte (in der Vergangenheit oder in der Gegenwart), die ja in den Augen der Palästinenser keine moralische Autorität oder irgendwelche Rechtmäßigkeit besitzen.

2015 schrieb Alice Rothschild, amerikanische Geburtshelferin (Hebamme?), Filmemacherin und Aktivistin für soziale Gerechtigkeit, in Mondoweiss:
„Lasst liberale Juden um ihren Traum von Israel weinen, und bewegt euch vorwärts.“ Beinart muss in ein anderes Zelt übersiedeln. Palästinenser haben keinen Platz in einem zionistisch-jüdischen Zelt (Volksgebilde) jeglicher Art oder Form. Aber Israelis könnten einen Platz haben in unserem Zelt.“

Rima Najjar ist eine Palästinenserin, deren väterliche Familie aus dem gewaltsam entvölkerten Dorf Lifta in den westlichen Vororten von Jerusalem kommt; mütterlicherseits kommt sie aus einer Familie aus Ijzim, südlich von Haifa. Sie ist eine Aktivistin, Forscherin und pensionierte Professorin für englische Literatur an der Al-Quds Universität in der besetzten Westbank.

Quelle    Quelle Update    (übersetzt: Gerhilde Merz)

Webinar-Rückblick: Das Ende des Zionismus
Rima Najjar - 15. 7. 2020 - Übersetzt mit DeepL

 

Das Ende des Zionismus: Gedanken und nächste Schritte -https://www.haymarketbooks.org/blogs/187-the-end-of-zionism-thoughts-and-next-steps

Die COVID19-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat ein interessantes Phänomen hervorgebracht - die Vorstellung, dass Menschen zwar "vor Ort Schutz suchen" oder überfüllte physische Orte meiden, dass sie aber online erreichbar wären und eher bereit wären, die Appelle der Unterdrückten an ihre Herzen und ihren Verstand zu hören.

Und während jetzt klar ist, dass der Pool von Menschen, die die Geduld haben, sich ein oder zwei Stunden lang auf einen intelligenten Diskurs über die Materie des "Schwarzen Lebens" oder Themen der Ureinwohner Amerikas oder Palästinas oder eine Kombination von zwei oder allen drei einzustimmen, schwindet, gibt es einige Webinare, die immer noch eine aufgeregte Menge anziehen. Dies war der Fall am 14. Juli mit dem Webinar mit dem Titel "Das Ende des Zionismus": Gedanken und nächste Schritte".

Haymarket Books, das das Webinar mit gesponsert hat, führte in das Thema wie folgt ein: "Das Ende des Zionismus: Gedanken und nächste Schritte":

Der Zionismus - die Behauptung, dass Juden das Recht haben, im Heimatland und auf Kosten des palästinensischen Volkes gewaltsam einen ethno-religiösen Staat zu errichten und aufrechtzuerhalten - war, zumindest in den Vereinigten Staaten, eine weit verbreitete Überzeugung, die vom gesamten politischen Spektrum unterstützt wurde. In den letzten Jahren ist dieser Konsens zerbröckelt. Palästinenser haben die globale BDS-Bewegung angeführt, die aufzeigt, wie der Zionismus die Rechte aller Palästinenser verletzt, und jüngere Generationen von Amerikanern, einschließlich der Juden, wenden sich von einer Ideologie ab, die sich immer offener mit den reaktionärsten, rechtsgerichteten und weißen rassistischen Kräften verbündet. Ähnliche Veränderungen vollziehen sich überall auf der Welt. Obwohl sich der Zionismus ideologisch auf dem Rückzug befindet, behält Israel eine immense Macht und Straffreiheit.

Was ist nötig, um diese scheinbare Pattsituation zu ändern und die Balance in Richtung Befreiung für die Palästinenser zu verschieben?

An dem Webinar nahmen Ali Abunimah, Schriftsteller, Journalist und Geschäftsführer der weithin gefeierten Publikation Die elektronische Intifada, Philip Weiss, Schriftsteller, Journalist und Gründer eines Blogs namens Mondoweiss, und Nada Elia, Aktivistin, Lehrerin, Schriftstellerin und politische Kommentatorin, teil. Ich gehörte zu den über 600 Personen, die sich für den Live-Stream einschalteten (15 Stunden später verzeichnete das YouTube-Video der Veranstaltung 1.628 Aufrufe).

Als palästinensische Aktivistin stimme ich mit allen drei Rednern überein und verfolge ihre Schriften seit Jahren. Ali ist mein Cousin, Nada ist ein Aktivisten-Kollege beim USACBI und bei Palestine Writes, und Phils Stimme als jüdische Stimme ist für mich als Palästinenser eine Quelle der Hoffnung. Und Hoffnung ist das, was dieses Webinar feierte. Die Vorfreude auf das Ereignis war groß, nicht nur wegen der Frage, wer sprechen würde, sondern auch wegen des Titels.

Diese drei Personen sprachen über das, worüber der Mainstream-Journalismus selten spricht, nämlich über die Unausweichlichkeit des Untergangs des Zionismus - d.h. über den Zusammenbruch der Legitimität Israels. Sie sprachen sogar über die Idee der Gerechtigkeit in einer post-zionistischen Zivilgesellschaft in einem demokratischen Staat in ganz Palästina.

In der Frage von Peter Beinarts kürzlicher Unterstützung eines Staates begrüßte Ali Abunimah seinen Sinneswandel, sagte jedoch, Beinart solle Rechenschaft über die Torwächterrolle ablegen, die er so lange gespielt habe, insbesondere darüber, wie er die Zwei-Staaten-Lösung als eine ernsthafte Stütze oder eine Tarnung für die rassistische Basis des Zionismus benutzte - etwas, was jüdische Gruppen wie IfNotNow und J Street weiterhin verschleiern.

Unter den vielen Fragen, die Nada Elia den Palästinensern oft stellte, war eine, die in meinem eigenen Kopf lautet: "Bis wann, o Herr?", und die sich darauf bezieht, wie lange es bis zum Zusammenbruch des Zionismus dauern würde. Mir gefiel Philip Weiss' Erwähnung eines Zitats aus The Sun Also Rises, um einen Sinn zu vermitteln, den auch Ali Abunimah betonte, wie die Funktionsweise seismischer Verschiebungen wie des Falls der Berliner Mauer und der ehemaligen Sowjetunion oder des Apartheids-Südafrikas in ihrer plötzlichen Manifestation auf einer gewissen Ebene mysteriös oder überraschend ist. Wie wird der Zionismus enden? Auf die gleiche Weise, wie die Figur Mike Campbell in Hemingways Roman in Konkurs ging: "Zwei Wege", sagte Mike. "Allmählich und dann plötzlich."

 

VIDEO
 



Weiss erwähnte auch eine interessante Information, über die er hier geschrieben hat. Anscheinend bekommt David Harris, der Exekutivdirektor des American Jewish Committee (AJC), Druck von liberalen zionistischen Spendern, Israels rechte Politik hart anzupacken - wieder als Requisite oder Tarnung.

Eines der interessantesten Themen, die diskutiert wurden, war die Boykott-, Entflechtungs- und Sanktionsbewegung (BDS), insbesondere ihre erfolgreiche Rolle bei der Bekämpfung des liberalen Zionismus und nicht des Hardcore-Zionismus. Die BDS ist keine Befreiungsbewegung; sie setzt sich für die Rechte der Palästinenser ein. Der Hardcore-Zionismus kann meines Erachtens nur von einer Befreiungsbewegung bekämpft werden. Nur der Druck dieser beiden Widerstandsbewegungen kann uns nach Hause führen - der Druck der Palästinenser in der Diaspora und der kostspieligere in Form von Leiden und Opfern im Inneren. Was die nächsten Schritte betrifft? Wir müssen den Druck fortsetzen.

Hier sind die Worte von Ali Abunimah zum Abschluss:
Es gibt keinen Widerspruch zwischen den Kämpfen der Palästinenser im Westjordanland und dem Kampf der Palästinenser außerhalb oder den Kämpfen der Palästinenser in Gaza. Die vereinigende Botschaft und die vereinigenden Forderungen der BDS sind sehr kraftvoll ... diese Forderungen sind nicht radikal in dem Sinne, dass wir Gerechtigkeit fordern, wir fordern die Anwendung der universellen Erklärung der Menschenrechte, aber es gibt auch keine Obergrenze, mit anderen Worten, es gibt keine Grenze für das, was wir in Bezug auf Gerechtigkeit und Gleichheit fordern, es ist eine umfassende Forderung, und das einzige, was Gerechtigkeit bedroht, ist Ungerechtigkeit. Wenn Sie also darüber sprechen, wie die Zukunft aussehen würde oder wie sie aussehen könnte oder wie sie aussehen soll, wollen wir, dass sie eine umfassende Gerechtigkeit ist, eine dekolonisierende Gerechtigkeit, die alle einschließt. Der Gewinn der Palästinenser, der Gewinn ihrer Rechte, die Rückkehr der Palästinenser auf ihr eigenes Land geschieht auch in einem Kontext, in dem alle Menschen, die im historischen Palästina leben, in einer Situation der Gerechtigkeit leben können, also gibt es keine Obergrenze in Bezug auf Gerechtigkeit, aber was wir in Bezug auf die internationalen Rechte fordern, ist sehr minimal, und das ist ein Programm, das alle Palästinenser einschließt.

... Zwei Dinge möchte ich sagen: Zum einen haben das Reut-Institut und die Anti-Defamation League - das sind zwei zionistische pro-israelische Think Tanks - im Jahr 2017 einen geheimen Bericht erstellt, von dem wir ein Exemplar bekommen haben, und wir haben ihn veröffentlicht und darüber geschrieben. Und eine der Enthüllungen darin, eine von vielen, war, dass die israelische Lobby bis zu diesem Zeitpunkt ihre Ausgaben für Hasbara und Propaganda um das Zwanzigfache erhöht hatte, um die BDS-Bewegung zu bekämpfen, um die palästinensische Solidaritätsbewegung zu bekämpfen, und dass sie nach ihrer eigenen Einschätzung trotz dieser zwanzigfachen Erhöhung der Ausgaben nicht in der Lage gewesen war, das, was sie das bedeutende Wachstum und den Erfolg dieser Bewegung nannte, zu stoppen. Das ist also ein Grund zum Feiern. Es ist sicherlich kein Grund, sich auf unseren Lorbeeren auszuruhen, sondern wirklich eine Einladung, die ganze Arbeit, die wir tun, fortzusetzen.

Und das Zweite, was ich sagen möchte, richtet sich vor allem an jüngere Menschen, vor allem an diejenigen, die gerade erst in das Berufsleben einsteigen oder auf dem College sind. Das Einzige, was wir gelernt haben - insbesondere das Establishment der Demokratischen Partei und die Clinton-Ära haben die Menschen gelehrt und ständig propagiert, dass man nur kleine Reformen verlangen kann, nur kleine Anpassungen an den Rändern. Und das ist es immer noch, was die Demokratische Partei anbietet. Und ich denke, was uns jüngere Menschen und insbesondere die von den Schwarzen geführte Black Lives Matter-Bewegung gelehrt haben, lehrt uns jetzt, dass man um alles bitten muss, was man will und verdient, und das ist sein Recht. Auch wenn man am Ende weniger bekommt, auch wenn man am Ende Kompromisse eingehen oder sich einigen muss, was wir nicht tun sollten - aber es gibt keinen Nachteil, wenn man alle seine Rechte einfordert, alle seine Rechte einfordert. Und das gilt sicherlich auch für Palästina. Wir müssen alle unsere Rechte einfordern, wir müssen für sie kämpfen, wir müssen erwarten, sie zu gewinnen. Wenn Sie fünf Prozent, 20 Prozent oder 50 Prozent fordern, nun, das ist das Maximum, auf das Sie hoffen können. Und in diesem Augenblick, in dem alles im Fluss ist, in dem alles zusammenbricht, in dem alle Institutionen versagt haben, in dem die politische Klasse uns im Grunde sagt: "Geht und fickt euch selbst", wissen Sie, und das schließt die Demokraten und die Republikaner ein. Es gibt keinen Grund, nicht wirklich eine veränderte Welt zu fordern. Und eine jüngere Generation zu sehen, die dies fordert, gibt mir große Hoffnung, dass es so weitergeht. Deshalb möchte ich jungen Aktivisten, die das tun, meinen Dank aussprechen und auch sagen:

Bitte lasst nicht nach, bitte akzeptiert oder verlangt nicht weniger, als ihr verdient, und wenn ihr alles bekommt, was ihr verlangt, dann nehmt kein Ja als Antwort an. Verlangen Sie mehr.    Quelle

Rima Najjar ist Palästinenserin, deren väterlicher Teil der Familie aus dem gewaltsam entvölkerten Dorf Lifta am westlichen Stadtrand von Jerusalem stammt und deren mütterlicher Teil der Familie aus Ijzim, südlich von Haifa, stammt. Sie ist Aktivistin, Forscherin und pensionierte Professorin für englische Literatur an der Al-Quds-Universität, besetzte Westbank

Quelle Facebook - um die Bilder zu vergrößern auf das Bild oben klicken


 

Palästina denkt über eine alternative Suchmaschine zu Google nach: Offiziell
Google hat den Namen Palästina von seinen Online-Karten entfernt
18. Juli 2020 (WAFA) - Übersetzt mit DeepL

Der Minister für Telekommunikation und Informationstechnologie, Ishaq Sidr, sagte heute, dass das Ministerium über die Möglichkeit nachdenkt, eine alternative Suchmaschine zum Internet-Suchgiganten Google einzuführen, als Antwort auf dessen Entfernung Palästinas von seinen Karten.

Gestern wurde eine heftige öffentliche Kampagne gestartet, nachdem Google und Apple den Namen Palästina von ihren Online-Karten entfernt hatten. Mehr als eine Million Nutzer sangen eine Petition, in der die beiden Unternehmen aufgefordert wurden, Palästina ausdrücklich in ihren Karten zu erwähnen.

Sidr sagte, die Entfernung Palästinas von den Karten der beiden Giganten bedeute eine blinde Voreingenommenheit für die israelische Besatzung und ihre Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte.

Er sagte, das Ministerium habe mehrere Schritte entwickelt, um mit der Entfernung des Namens Palästina umzugehen, einschließlich der Ausübung von Druck auf die beiden Giganten über ihre Server, die von einigen palästinensischen Unternehmen genutzt werden.

Darüber hinaus wies Sidr darauf hin, dass das Ministerium eine Krisenzelle eingerichtet hat, die sich mit den rechtlichen Schritten befassen soll, die als Reaktion auf das oben Gesagte zu unternehmen sind, einschließlich der Einreichung von Klagen bei den zuständigen internationalen Gremien, da die Entfernung des Namens eines international anerkannten Staates gegen internationale Gesetze und Rechtsvorschriften sowie gegen die einschlägigen UN-Resolutionen verstößt.

"Eine Zeit lang hat sich das Ministerium an Google, Facebook und andere Unternehmen gewandt, um Druck auszuüben und sie dazu zu zwingen, die palästinensische Erzählung und den palästinensischen Inhalt zu respektieren, aber ihre Antwort ist nicht wie gefordert", sagte der Telekommunikationsminister.

Sidr betonte, dass die Regierung die Rolle der Gewerkschaften, des Volkswiderstandes und der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS-Bewegung) fördert, um die beiden Giganten unter Druck zu setzen, von diesem unfairen Schritt Abstand zu nehmen.

In der Zwischenzeit sagte der Minister für auswärtige Angelegenheiten und Auswanderer, Riad al-Malki, dass die Regierung die notwendigen rechtlichen Verfahren erwägt, um auf die Entfernung des Namens Palästina von den Landkarten von Google und Apple zu reagieren.

Er sagte, es werde daran gearbeitet, das internationale Gremium zu bestimmen, bei dem Palästina diese Angelegenheit einreichen werde. Al-Malki fügte hinzu, dies werde es der palästinensischen Regierung leicht machen, Beamte der beiden Giganten strafrechtlich zu verfolgen, falls sie darauf bestehen sollten, internationales Recht zu verletzen.   Quelle

 

Fast eine Million Menschen haben eine Petition unterzeichnet, in der Google aufgefordert wird, Palästina auf seine Karten zu setzen.
18. Juli 2020 (WAFA) Übersetzt mit DeepL

 

- Fast eine Million Menschen haben eine Petition unterzeichnet, in der sie den Internet-Suchmaschinengiganten Google auffordern, Palästina auf seine Landkarten zu setzen.

"Palästina erscheint nicht auf den Karten von Google. Warum nicht? Israel, das sich auf palästinensischem Boden niedergelassen hat, ist klar ausgewiesen. Aber Palästina wird nicht erwähnt. Laut Google gibt es Palästina nicht", heißt es in der Petition.

"Die Auslassung von Palästina ist eine schwere Beleidigung für das palästinensische Volk und untergräbt die Bemühungen der Millionen von Menschen, die an der Kampagne zur Sicherung der palästinensischen Unabhängigkeit und Freiheit von israelischer Besetzung und Unterdrückung beteiligt sind.

In der Petition wurde die Bedeutung der Aufnahme Palästinas in Google Maps betont, da es von Menschen auf der ganzen Welt, darunter Journalisten, Studenten und andere, die über die israelisch-palästinensische Situation recherchieren, als endgültig angesehen wird.

"Ob absichtlich oder unabsichtlich, Google macht sich mitschuldig an der ethnischen Säuberung Palästinas durch die israelische Regierung", sagten die Petenten und forderten Google auf, "Palästina in Google Maps anzuerkennen und die illegal von Israel besetzten palästinensischen Gebiete klar zu benennen und zu identifizieren".   Quelle

 

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